GEW-Mitgliederbefragung zur Digitalisierung an Schulen; GEW

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GEW-Mitgliederbefragung zur Digitalisierung an Schulen

Mit der Digitalisierung an Schulen stand es schon vor der Corona-Pandemie nicht zum Besten: zu wenig Infrastruktur, zu wenig Geld und zu wenig Steuerung bei der Umsetzung des DigitalPakts Schule. Verschärft wurde diese Situation quasi über Nacht mit dem Lockdown und der Umstellung auf Fernunterricht, die viele LehrerInnen aber auch Familien an die Belastungsgrenze brachte.

Die GEW veröffentlichte Anfang Juni die Ergebnisse einer Lehrerbefragung, die kurz vor der Corona-Krise gemacht wurde. Laut Studie sind fünf Problemfelder zentral: Die Ausstattung mit Endgeräten lässt zu wünschen übrig, in Datenschutzfragen werden die Lehrkräfte oft alleingelassen, Digitalisierung führt zu Abgrenzungsproblemen zwischen Privatleben und Arbeit, die Beteiligung und Information bei der Umsetzung des Digitalpakts ist nicht optimal gelaufen, und für medienpädagogische Konzepte wurden nur selten zeitliche Ressourcen zur Verfügung gestellt. 

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LehrerInnen würden bei der Digitalisierung zu oft alleine gelassen, obwohl die meisten Lehrkräfte digitale Medien und Kommunikationsmittel bereits einsetzen und positiv gegenüberstehen. Aber: „Digitalisierung darf keine Privatsache sein“, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann bei der Vorstellung der Studienergebnisse. Die GEW fordert daher, die Mittel aus dem DigitalPakt aufzustocken sowie den Bedarf an mobilen Dienstgeräten und Weiterbildungen für
LehrerInnen zu decken.

Für die Studie befragte die Gewerkschaft rund 18.000 ihrer Mitglieder zum Umgang mit digitalen Medien. Etwa 3.000 antworteten.

Die Studie ist unter www.gew.de abrufbar.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2020

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