Niels Spilker, Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

sicher, die Tätigkeiten in einem Finanzamt, in einer Gesamtschule und im Landesforst unterscheiden sich in wesentlichen Punkten. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten. Bestenfalls macht die Arbeit in allen Fällen Spaß. Fragt man Beschäftigte oder Personalräte, würde wohl eher die steigende Arbeitsintensität ein gemeinsamer Nenner sein. Und dann ist da noch: der hohe Altersdurchschnitt. Wohin man im öffentlichen Dienst auch schaut, knapp ein Drittel wechselt in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Wenn also nicht entsprechend viele Nachwuchskräfte nachkommen, wird‘s schwierig.

Was läuft gut bei der Ausbildung und Rekrutierung? Was läuft schlecht, wo sind noch Baustellen? Das BM fragt in dieser Ausgabe nach, wie es um die Nachwuchsgewinnung steht. Wir hoffen, die Diskussion anregen zu können, denn Handlungsbedarf bleibt. Ein Beispiel: Der öffentliche Dienst muss Spiegelbild der Gesellschaft sein. Statistisch betrachtet hat ein Viertel der Bevölkerung Migrationshintergrund. Wir hatten darüber berichtet: Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wies vor kurzem darauf hin, dass die Verwaltung diese Realität nicht wiederspiegelt. Sie trägt den Titel „Das Zeitfenster der Vielfalt“ und plädiert für eine stärkere Öffnung, sprich die Beseitigung struktureller Diskriminierung. Auch das gehört zu Guter Arbeit.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Foto: Simone M. Neumann

Niels Spilker
Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 03/2020

 

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