Fehlendes Personal bei Arbeitsschutzaufsicht; Brandenburg

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Fehlendes Personal bei Arbeitsschutzaufsicht

Durchschnittlich alle 15 Jahre kommt der Arbeitsschutz in Brandenburgs Betriebe. Das ergibt eine DGB-Auswertung im kürzlich veröffentlichten Personalreport 2019. Dazwischen liege die Prävention von Gefährdungen durch die staatliche Inspektion vor Ort brach. Der Grund für die seltenen Kontrollen sei die unzureichende Personalausstattung des staatlichen Arbeitsschutzes. In Brandenburg sei eine Aufsichtsbeamtin bzw. ein Aufsichtsbeamter für 17.552 Beschäftigte zuständig. Die Personalausstattung liege damit weit unter dem Personalschlüssel von 1:10.000, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) als Standard definiert. Die Zahl der Betriebsbesichtigungen in Brandenburg ist von 26.085 im Jahr 2002 auf nur 6.043 gesunken – ein Rückgang um 76,8 Prozent. Nach Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg, müsse die Prävention von Gefährdungen bei der Arbeit auf die Agenda der neuen Landesregierung. Das funktioniere nur mit einer Arbeitsschutzaufsicht, die technisch und personell angemessen ausgestattet ist, so Hoßbach.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2019

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