DGB startet 2020 Initiative für mehr Respekt und Sicherheit; Service

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DGB startet 2020 Initiative für mehr Respekt und Sicherheit

Berlin: „Erneut gewalttätiger Übergriff auf Mitarbeiter des Bezirksamtes“, Rostock: „Jugendliche treten Busfahrer ins Gesicht“, Augsburg: „Betrunkener beleidigt und schlägt Polizisten mehrfach“, Nordhausen: „17-Jähriger bedroht Erzieherin“ – diese und ähnliche Schlagzeilen sind seit mehreren Jahren regelmäßig in den Zeitungen zu lesen. Was im Einzelnen wie tragische Schicksale anmutet, entpuppt sich in der Gesamtschau als massives, gesellschaftliches Problem – nämlich das einer zunehmend gereizten und übergriffigen Gesellschaft. 

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Leidtragende sind vor allem Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft. So wurden 2018 79.164 PolizeibeamtInnen angegriffen. Übergriffe auf MitarbeiterInnen der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht – 2018 gab es 2.624 Fälle – und auch viele andere Beschäftigte des öffentlichen und privatisierten Sektors fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher.

Die täglichen Erfahrungen unserer Mitglieder sprechen eine deutliche Sprache: Verbale, psychische und physische Gewalt sind für die Beschäftigten, auf die sich unsere Gesellschaft tagtäglich stützt, längst keine Seltenheit mehr – und die Situation verschlechtert sich zusehends.

Die Ursachen für diese Übergriffe sind vielfältig: Schlechte Ausstattung und fehlende Trainings, Personalmangel und eine damit einhergehende Überbelastung spielen genauso eine Rolle, wie ein spürbar raueres Miteinander im öffentlichen Raum. Sicher ist: Wir brauchen mehr Respekt und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften nehmen diese Entwicklung seit geraumer Zeit und mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis. Immer wieder haben wir das Thema auf die politische Agenda gerückt. Es hat sich aber gezeigt, dass es noch mehr und stetiger öffentlicher Aufmerksamkeit bedarf.

Der DGB hat im vergangenen Jahr auf seinem Ordentlichen Bundeskongress einen entsprechenden Beschluss gefasst. Im kommenden Jahr startet daher eine bundesweite Initiative, welche die Problematik in die Öffentlichkeit, die Dienststellen und in die Politik trägt. Wir wollen darauf aufmerksam machen, was die Beschäftigten des öffentlichen und privatisierten Sektors für die Gesellschaft leisten und was sie im Gegenzug nicht selten erfahren müssen. 

Quelle: Beamten-Magazin 10/2019

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