Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Editorial

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Elke Hannack
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Foto: DGB/Simone M. Neumann

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

oh wie digital ist Dänemark! Unser Nachbar gehört zu den internationalen Vorreitern der Digitalisierung, ist in puncto digitale Verwaltung sogar amtierender Weltmeister. Warteschlangen auf den Ämtern? Langwierige Terminvergaben? Komplizierte Antragsformulare? Fehlanzeige. Über das digitale Bürgeramt borger.dk regeln die DänInnen alle Anliegen mit den Behörden bequem von zu Hause aus. Ob Kindergartenplatz organisieren oder Rente beantragen, ob Steuererklärung oder sogar die Scheidung einreichen, alles lässt sich per Mausklick erledigen. Das Angebot ist groß, die digitale Nutzung Pflicht. Trotz Zwang ist die Akzeptanz hoch: 88 Prozent aller Anträge werden mittlerweile durch BürgerInnen digital eingereicht. Alle anderen nutzen die öffentlichen Service-Zentren, wo AnsprechpartnerInnen beim digitalen Behördengang helfen. Was in Dänemark Alltag ist, klingt für uns in Deutschland noch nach Zukunftsmusik. Doch die Politik macht Druck und hat sich mit dem Onlinezugangsgesetz ambitionierte Ziele gesetzt. Erklärtes Vorbild ist dabei – wen wundert es – auch Dänemark. Ist das sinnvoll? Lässt sich das dänische Modell auf Deutschland übertragen? Und wenn ja, was bedeutet das für BürgerInnen und Beschäftigte konkret? Wir haben uns ein eigenes Bild gemacht und in Kopenhagen drei Tage lang die digitalisierte Verwaltung in Dänemark erkundet. Dabei haben wir mit Behörden, BürgerInnen, Gewerkschaften und Beschäftigten gesprochen. Unsere Erkenntnisse und Einschätzungen finden Sie im aktuellen Titel.

Viel Spaß bei der Lektüre

Ihre Elke Hannack

Quelle: Beamten-Magazin 05/2019

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