Bundesweite Warnstreiks: Beschäftigte mit klaren Botschaften; Gewerkschaften

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Bundesweite Warnstreiks:
Beschäftigte mit klaren Botschaften

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder

Nachdem die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 6. und 7. Februar in Potsdam kein Angebot vorgelegt hatte, riefen ver.di, GEW, GdP und IG BAU die Beschäftigten der Länder bundesweit zu Warnstreiks auf. Neben kleineren Aktionen direkt zur zweiten Verhandlungsrunde, lag der Schwerpunkt der Warnstreiks in der Woche vom 11. bis 15. Februar. Allein in Berlin beteiligten sich am 13. Februar über 12.000 Beschäftigte. Die Botschaften sind klar formuliert: „Wenn Du meinst, Bildung ist zu teuer, dann probiers mit Dummheit“, „Krankenhaus ist kein Karneval“, „Wir geben Alles! Sie geben Nichts?“ oder „Befristungswillkür beenden“.

Die Position der TdL lautet, strukturelle Verbesserungen, die die Gewerkschaften für dringend notwendig halten, seien unfinanzierbar. Für eine Tarifeinigung sei Kostenneutralität die Bedingung: Veränderungen sollen die Beschäftigten durch Abstriche an anderer Stelle selbst bezahlen. Und auch in der Pflege, wo Tariferhöhungen gesetzlich refinanziert werden können, sind die Arbeitgeber nicht zu großen Sprüngen bereit.

Die Gewerkschaften fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2019 im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem werden strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung, wie sie bereits bei den Verhandlungen mit dem Bund und den Kommunen vollzogen wurden, erwartet sowie für den Krankenpflegebereich die Anhebung der Tabellenwerte der sogenannten Pflegetabelle um 300 Euro. Die Verhandlungen werden am 28. Februar und 1. März 2019 fortgesetzt.

 
 

 

" 13 Bilder S. 15"

Fotos: Francisca Bier (1, 11), DGB/Imklemm (2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 12), Mareike Stickdorn/ver.di (5), Gülsüm Palaz (8), Saar/Thomas Schulz (13) 

Quelle: Beamten-Magazin 02/2019

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