Gewerkschaften fordern 6 Prozent; Gewerkschaften

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Gewerkschaften fordern 6 Prozent

Tarifrunde der Länder 2019 

Eine Tariferhöhung von 6 Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten: Mit dieser zentralen Forderung gehen ver.di, GEW, GdP und IG BAU in die anstehende Tarifrunde 2019 für die 1.040.020 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen).

Die Termine

ver.di, Verhandlungsführerin der Gewerkschaften, verhandelt mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), deren Vorstandsvorsitz Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz inne hat, ab Januar. Drei Verhandlungsrunden sind terminiert. Die ersten Gespräche fanden am 21. Januar ohne Ergebnis in Berlin statt. Diesem Termin folgen die Runden am 6. und 7. Februar sowie vom 28. Februar bis voraussichtlich 1. März in Potsdam.

Entgeltlücke schließen: Gute Arbeit - Gutes Geld

Die Gewerkschaften fordern eine Entgelterhöhung, um die Lücke zwischen den Entgelten im öffentlichen Dienst der Länder und denen in anderen Branchen zu verringern. Diese beträgt bei Beachtung der Tariflohnentwicklung seit 2000 aktuell 3,5 Prozentpunkte. Zudem sollen die Beschäftigten an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung teilhaben. Vor dem Hintergrund eines Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent und hohen Überschüssen in den öffentlichen Haushalten der Länder im vergangenen Jahr, erwarten die Gewerkschaften einen Tarifabschluss, der mehr als den Ausgleich steigender Verbraucherpreise (Prognose für 2019: 1,8 Prozent) beinhaltet. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen täglich in den verschiedensten Bereichen für einen funktionierenden Staat. Die Gewerkschaften machen in der anstehenden Tarifrunde deutlich, dass diese Aufgaben gut gemacht werden, von guten Leuten – die für ihre Arbeit ordentlich entlohnt werden müssen: Weil sie es wert sind.

Besoldungsrunde Länder und Kommunen 2019

Ausschlaggebend sind die Forderungen sowie das Verhandlungsergebnis für 1.354.390 BeamtInnen sowie die VersorgungsempfängerInnen der Länder und Kommunen (ebenfalls ohne Hessen). Für sie fordern der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung und Versorgung.

Die Tarifrunde in Hessen für die dortigen Tarifbeschäftigten (TV-H) sowie die sich anschließende Besoldungsrunde für die hessische Beamtenschaft finden ebenfalls im Frühjahr 2019 statt. 

Quelle: Beamten-Magazin 01/2019

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