BundespolizistInnen möchten obersten Dienstherrn nicht nur im TV sehen; Bund

BundespolizistInnen möchten obersten Dienstherrn nicht nur im TV sehen

Besuch überfällig

Der GdP-Bezirk Bundespolizei kritisiert scharf, dass Bundesinnenminister Seehofer zwar noch keiner Dienststelle der Bundespolizei einen Besuch abgestattet hat, dafür aber der bayerischen Grenzpolizei. Offenbar eine Frage der Prioritätensetzung: Am 14. Oktober finden in Bayern die Landtagswahlen statt. „Seit seinem Amtsantritt im März hat Innenminister Seehofer noch keine Dienststelle der Bundespolizei von innen gesehen. Die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten im operativen Dienst kennen ihren obersten Dienstherren bislang nur aus dem Fernsehen. Von der Dienststelle der bayerischen Grenzpolizei sind es keine drei Kilometer bis zur Bundespolizeiinspektion Freilassing – mit rund 1.700 Fällen der Unterbindung unerlaubter Einreise und circa 1.000 Zurückweisungen allein von Januar bis heute einer der absoluten Grenz-Hotspots in Deutschland“, beschreibt der Vorsitzende des GdP-Bezirks Bundespolizei, Jörg Radek, die Situation. In Freilassing hätte sich Seehofer ein gutes Bild vom Zustand der Bundespolizei machen können. „Hier zeigt sich, wie viel die Sonntagsreden zur Verbesserung der Inneren Sicherheit wert sind“, konstatiert Radek. Der Fuhrpark in Freilassing bestehe unter anderem aus 14 Fahrzeugen, die bereits über 200.000 Kilometer Laufleistung auf dem Buckel hätten, 13 Autos seien bereits über 15 Jahre alt. Die GdP fordert vom Minister mehr Wertschätzung für die Leistung der Polizistinnen und Polizisten, was sich auch darin ausdrücke, optimale Arbeitsmittel zu stellen. „Es wird Zeit, dass Seehofer in seine Rolle als oberster Dienstherr der Bundespolizei findet und nicht nur als Parteivorsitzender und Wahlhelfer nach Bayern kommt“, so Radek.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2018

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