Personal in saarländischen Vollzugsanstalten aufstocken!; Saarland

Personal in saarländischen Vollzugsanstalten aufstocken!

Allein in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Saarbrücken fehlen nach ver.di-Berechnungen mehr als 60 qualifizierte BeamtInnen. Das vorhandene Personal schiebe 200 bis 300 Überstunden vor sich her. Der Personalbestand an ausgebildeten und qualifizierten BeamtInnen in den saarländischen Vollzugseinrichtungen müsse deshalb dringend angehoben werden. „Der im Strafvollzugsgesetz verankerte und im Koalitionsvertrag vereinbarte Vollzug funktioniert nicht ohne ausreichende Mittel und Menschen. Man bekommt auch keinen Luxuswagen zum Preis eines Fahrrades“, sagt Sabine Engelhardt-Cavelius, zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di. Der Personalmangel belaste nicht nur die BeamtInnen, sondern erschwere auch die Arbeit mit den Gefangenen. „Das Personal bildet den Grundpfeiler der Resozialisierung der Gefangenen“, so Engelhardt-Cavelius. Gerade die Eigenart der saarländischen Gefangenenzusammenstellung in Verbindung mit den damit verbundenen Personalbesetzungszahlen sei nicht mehr zeitgemäß. Auch sei der „Stundenschlüssel“ seit den 1980er Jahren nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten angepasst worden. Im Rahmen der Justizministerkonferenz Anfang Juni hatte ver.di den Verantwortlichen bereits eine Resolution zu diesem Thema übergeben und will auch weiterhin Druck machen.

Quelle: Beamten-Magazin 07-08/2018

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