GEW wirbt für werbefreie Schulen; Hessen

GEW wirbt für werbefreie Schulen

„Die GEW setzt sich für werbe- und lobbyfreie Schulen ein. Die bisherigen Maßnahmen der Landesregierung werden der gesamten Problematik nicht einmal ansatzweise gerecht“, beklagt Maike Wiedwald, Landesvorsitzende der GEW Hessen anlässlich einer Werbeaktion eines Möbelhauses an Schulen. Zu Beginn des Schuljahres hatte die Hessische Landesregierung im neuen Schulgesetz ein grundsätzliches Werbeverbot in Schulen verankert. Nach einem guten, eigenen Entwurf habe man diesen allerdings auf Druck der Wirtschaftsverbände derart umformuliert, dass er als eine der aktuell schwächsten Regelungen im Ländervergleich gelten müsse, kritisiert die GEW. Das verdeutliche auch der aktuelle Vorfall. So deklariere das Kultusministerium seine Antwort, in der es eine derartige Werbeabsicht als unzulässig bezeichnet, als „nicht öffentlich“. Damit komme das „(In-)Transparenzverständnis der Regierung“ zum Ausdruck, das WerberInnen und LobbyistInnen in die Hände spiele, wenn diese bei offenkundigen Verstößen gegen das Schulgesetz keinerlei Konsequenzen und nicht einmal die öffentliche Kritik fürchten müssten. Die GEW Hessen fordert eine unabhängige Monitoringstelle. Diese könne durch eigene Recherchen oder nach Hinweisen von LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen transparente Bewertungen zu Unterrichtsmaterialien und -projekten durchführen und öffentlich zugänglich machen, so Wiedwald.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2018

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