EVG kritisiert DB-Sicherheitspolitik; Deutsche Bahn AG

EVG kritisiert DB-Sicherheitspolitik

Seit Jahren sehen sich MitarbeiterInnen der Deutschen Bahn mit wachsender Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft einzelner Fahrgäste konfrontiert. Wurden 2013 knapp 1.199 Überfälle mit Körperverletzung gemeldet, so waren es im vergangenen Jahr bereits 2.374. Vorläufiger Höhepunkt: 2017 wurden bereits im ersten Halbjahr 1.230 Übergriffe registriert und damit 84 Angriffe mehr als im Vorjahr. Vor allem Bahnhöfe sind gefährlich. „Mindestens einmal pro Woche kommt es allein hier zu Tätlichkeiten gegen Bahnbeschäftigte, die eine Körperverletzung zur Folge haben; das ist in keinster Weise akzeptabel“, kommentiert der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel die aktuellen Zahlen. Zugleich kritisiert Hommel die Pläne der DB AG, Leistungen im Bereich DB Sicherheit weiter zu reduzieren. So stagniere das Konzernbudget für den Sicherheitsbereich trotz steigender Übergriffe und wachsender Sicherheitsanforderungen seit Jahren, Investitionen in bessere Ausrüstung wie Body-Cams gingen zulasten der Präsenz von Sicherheitspersonal, versprochene Personaleinstellungen würden nicht vorgenommen und auch die Bezahlung sei nicht zeitgemäß. Hier müsse dringend nachgebessert werden. Um KollegInnen, die Opfer eines Übergriffs geworden sind, ein Mehr an Unterstützung anzubieten, hat die EVG unter der kostenlosen Rufnummer 0800 2644444 das Helfertelefon „Ruf Robin“ eingerichtet. Betroffene erfahren hier direkte Hilfe, vom kollegialen Gespräch angefangen über die juristische Erstberatung bis hin zu konkreten Unterstützungsangeboten der EVG zusammen mit ihren Sozialpartnern.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2017

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2021