Ein Baustein von vielen; Digitalpakt Schule

Ein Baustein von vielen

Die Kultusministerkonferenz hat Anfang Juni Eckpunkte für einen „Digitalpakt Schule“ vorgestellt. Der Pakt sieht vor, dass der Bund im Zeitraum von 2018 bis 2022 rund fünf Milliarden Euro für den Ausbau der IT-Infrastruktur in den allgemeinbildenden Schulen, beruflichen Schulen und sonderpädagogischen Bildungseinrichtungen in öffentlicher und freier Trägerschaft bereitstellt. „Die Schulen brauchen dringend den Anschluss an das digitale Zeitalter. Der Digitalpakt wäre daher ein erster Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack den Plan. Die versprochenen fünf Milliarden Euro müssten nun zügig im  Bundeshaushalt verankert werden. Ansonsten bliebe der Digitalpakt weiterhin ein ungedeckter Scheck. Der Digitalpakt könne zudem nur ein Baustein einer Bildungsstrategie sein, so Hannack. Weitere wichtige Bausteine seien ein Schulsanierungsprogramm und ein Bundesprogramm für mehr Sozialarbeit vor allem an Brennpunktschulen. Auch die GEW begrüßt grundsätzlich die Pläne zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen. „Um diese Strukturen für ein pädagogisches Gesamtkonzept zu nutzen, brauchen die Schulen allerdings auch nachhaltige und angepasste Konzepte der Fort- und Weiterbildung. Und sie benötigen Freiräume, diese umzusetzen“, erklärt GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann. Nötig sei ein langfristiges Finanzierungskonzept mit zusätzlichen personellen Ressourcen. „Zudem sind Konzepte für eine umfassende Medienbildung notwendig, die sowohl die Risiken als auch die Chancen der Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelt in den Blick nehmen. Die Digitalisierung darf nicht zu einer weiteren sozialen Spaltung der Gesellschaft führen“, fordert Hoffmann.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2017

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