Kommunen haben Bau- und Planungsämter ausgedünnt; Zahlen, Daten, Fakten

Kommunen haben Bau- und Planungsämter ausgedünnt

Die kommunale Infrastruktur fährt nach wie vor auf Verschleiß: In den vergangenen beiden Jahren investierten Städte und Gemeinden in Deutschland deutlich weniger in Straßen, Schulen und andere Gebäude, als diese an Wert verloren. Wie eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, liegt dies maßgeblich an zu geringen Kapazitäten der Bauwirtschaft und fehlendem Personal in den Bau- und Planungsämtern, die in den vergangenen 25 Jahren stark ausgedünnt wurden und das, obwohl einzelne Projekte immer komplexer werden. Die Zahl der in den kommunalen Verwaltungen mit Bau, Wohnungswesen und Verkehr befassten Beschäftigten ging allein von 1991 bis 2011 um gut ein Drittel zurück und im Anschluss bis 2015 um weitere gut neun Prozent. Neben den ostdeutschen Bundesländern haben vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein Planungskapazitäten erheblich reduziert. Zur Auflösung bestehender Planungsengpässe schlägt das DIW die Bereitstellung zentraler Beratungskapazitäten im Rahmen des Aufbaus einer kommunalen Infrastrukturgesellschaft vor. DIW Wochenbericht Nr. 11.2017 auf www.diw.de

Anteil der Bruttoanlageinvestitionen* am Bruttoinlandsprodukt zu jeweiligen Preisen (in Prozent)

* Investitionen in Bauten, Ausrüstungen, Forschung etc. ohne Berücksichtigung von Wertminderungen. Die Nettoanlageinvestitionen der Kommunen wiederum liegen seit 2003 unter Null.

Quelle: DIW Wochenbericht Nr. 11.2017, S. 212

Quelle: Beamten-Magazin 03/2017

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