Etikettenschwindel bei Lehrkräften; Sachsen-Anhalt

Etikettenschwindel bei Lehrkräften

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hat Mitte Februar beschlossen, 80 zusätzliche Lehrkräfte schon dieses Jahr einzustellen – und nicht erst, wie ursprünglich geplant, im kommenden Jahr. Die Koalition bezeichnet dies als erfolgreiche und seriöse Haushaltspolitik, doch genau das kritisiert die GEW als Etikettenschwindel. „Die Öffentlichkeit soll offenbar weiterhin über die teilweise katastrophalen Verhältnisse an den Schulen in Sachsen-Anhalt getäuscht werden“, rügt die Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth. Es sei völlig unklar, wie viele Stellen für Lehrkräfte nun tatsächlich besetzt werden sollen. Einerseits habe Bildungsminister Marco Tullner (CDU) erklärt, alle ausscheidenden KollegInnen ersetzen zu wollen. Das sind circa 700 im laufenden Schuljahr. Andererseits werde die Lücke in der Unterrichtsversorgung seit Jahren größer. 80 zusätzliche Lehrkräfte reichen laut GEW nicht aus, um diese Lücke zu füllen. Aus Sicht der Gewerkschaft müssten es 300 sein. Die CDU-SPD-B90/Die Grünen-Koalition hatte sich im Koalitionsvertrag das Ziel von 103 Prozent Unterrichtsversorgung gesetzt. Dies scheine nun überhaupt keine Rolle mehr zu spielen, so die GEW.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2017

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