Digitalisierung im Schneckentempo; Baden-Württemberg

Digitalisierung im Schneckentempo

Die baden-württembergische Landesregierung will im Landeshaushalt 2017 Mittel für Lehrerfortbildung stark kürzen und Lehrerstellen streichen. Den Schulen stehen dadurch 500 Stellen weniger zur Verfügung. Die GEW kritisiert die Auswirkungen dieser Pläne. „Es ist beschämend für das Spitzentechnologieland Baden-Württemberg, dass die grün-schwarze Landesregierung es bei sprudelnden Steuereinnahmen nicht schafft, für alle weiterführende Schularten Informatikunterricht einzuführen“, sagte die Landesvorsitzende Doro Moritz anlässlich der Bildungsmesse didacta in Stuttgart. „Wie soll Digitalisierung gelingen, wenn jetzt die Einführung des Informatikunterrichts nur häppchenweise kommt?“ Selbst für die Informatikstunden würden keine zusätzlichen Stellen geschaffen, stattdessen gehe die Einführung zu Lasten der Unterrichtsversorgung. Die Schülerzahlen blieben stabil, Reformprojekte wie der  Ganztagsschulausbau und Inklusion kämen nicht voran, so Moritz. Dennoch falle der Landesregierung nichts anderes ein, als unsinnige Sparauflagen und Stellenstreichungen zulasten von SchülerInnen und LehrerInnen durchzusetzen.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2017

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