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Bildungs-Schuldenuhr

In Sachsen-Anhalt häufen sich seit Schuljahresbeginn wieder Berichte zur mangelhaften Unterrichtsversorgung. Anlässlich des Welt-Lehrer-Tages am 5. Oktober startete die GEW daher eine Schuldenuhr. Sie zeigt den durchschnittlichen Totalausfall von Unterricht. Ihr Stand macht die verpassten Bildungschancen der SchülerInnen sichtbar. Dabei misst die Uhr

»Jeder Euro auf dieser Uhr geht direkt zu Lasten der Kinder.«

nur den wirklichen Ausfall von Stunden, also die Differenz zwischen dem gesetzlich vorgeschriebenen Unterrichtsumfang und dem tatsächlich erteilten. „Jeder Euro auf dieser Uhr geht direkt zu Lasten der Kinder, denen in dieser finanziellen Höhe Bildung vorenthalten wird“, erklärte GEW-Vorsitzende Eva Gerth, „die langfristigen negativen Folgen durch fehlendes sozialpädagogisches Personal sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.“ Auf Grundlage der Statistik des letzten Schuljahres und der unbesetzten Stellen dieses Jahres summiert die Uhr den durchschnittlichen Unterrichtsausfall seit dem 1. August 2016 auf. Zur Veranschaulichung wurde dieser Wert mit dem mittleren „Kostensatz“ einer Lehrkraft kombiniert.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2016

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