Zeit für ein Upgrade; Arbeitszeit

Zeit für ein Upgrade

Am 2. September hatte das Bundesministerium des Innern zu einem Fachgespräch zur Arbeitszeit geladen. Damit folgte es einer Vereinbarung aus dem Beteiligungsverfahren zur Übertragung des Tarifergebnisses. Die Gewerkschaftsdelegation mit VertreterInnen von DGB, GdP, EVG und ver.di hat darin Handlungsbedarfe in sieben verschiedenen Punkten angemahnt. Insbesondere die seitens der Gewerkschaften wiederholt kritisierte hohe Wochenarbeitszeit von 41 Stunden wurde stark diskutiert. „Das mit der seinerzeitigen Erhöhung bezweckte Ziel der Haushaltskonsolidierung ist schon längst erfüllt“, kritisierte Dr. Karsten Schneider, Abteilungsleiter des DGB. Das Ministerium sah sich jedoch nicht in der Lage, die wöchentliche Arbeitszeit abzusenken, und erteilte dieser Forderung eine Absage. Auch bei den übrigen Punkten, wie der attraktiveren Ausgestaltung der Langzeitkonten oder aber dem beschäftigtenfreundlicheren Ausgleich von Mehrarbeit, konnten keine konkreten Vereinbarungen getroffen werden. Einigkeit bestand jedoch insoweit, dass beide Seiten individuelle Lösungen und Flexibilisierungsmaßnahmen für einen gangbaren Weg halten. Dieser soll weiter beschritten werden. In Folgegesprächen wird nun ausgelotet, welche arbeitszeitrechtlichen Instrumente zur Entlastung der BundesbeamtInnen umgesetzt werden können. Es wird angestrebt, diese Gespräche noch in der laufenden Legislaturperiode abzuschließen.

VertretInnen des Bundesinnenministeriums, von DGB, GdP, EVG und ver.di diskutieren im Bundesministerium des Innern zum Thema Arbeitszeit. Foto: D. Prusseit

Quelle: Beamten-Magazin 09/2016

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