Bestnoten für Beschäftigte; Bürokratiekritik

Bestnoten für Beschäftigte

Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht wohlfeile Klagen über die „überbordende Bürokratie“ in Deutschland durch die Bundestagslobby  und die Gazetten geistern. Das Statistische Bundesamt ist diesen nun auf den Grund gegangen. In zwei Studien befragte es sowohl BürgerInnen als auch Unternehmen nach ihrer Zufriedenheit mit der öffentlichen Verwaltung. Ein beeindruckendes Zeugnis bekamen dabei die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ausgestellt. Die mit Abstand besten Werte erhielten sie für ihre Unbestechlichkeit und Diskriminierungsfreiheit. Die Klagen über den unter der Last der Bürokratie ächzenden deutschen Mittelstand ließen sich indes nicht erhärten. Auf einer Skala von -2 (sehr unzufrieden) bis +2 (sehr zufrieden) lag die durchschnittliche Zufriedenheit von Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten bei einem Wert von 0,93. Das ist nur knapp unter dem Wert der größeren Unternehmen von 0,96. Beides ist nah an der Eins, sie steht für „eher zufrieden“. Was trotz guten Zeugnisses für die Beschäftigten den Durchschnitt nach unten auf dieses Niveau drückte war die große Unzufriedenheit über die Unverständlichkeit der Gesetze. Hinzu kommt Kritik an Wartezeiten, Verfahrensdauer und Öffnungszeiten. Inzwischen leiden auch die Unternehmen unter den Folgen der Kürzungspolitik im öffentlichen Dienst.

Zufriedenheit mit Faktoren behördlicher Dienstleistungen

Quelle: Statistisches Bundesamt; Bürokratiekostenmessung 2015

Quelle: Beamten-Magazin 02/2016

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Kontakt | Datenschutz | Impressum | Datenschutz
www.beamten-informationen.de © 2021