Was verdient die Frau?; Projekt

Das DGB-Projekt „Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird, beschäftigt sich mit Hemmnissen denen (junge) Frauen auf dem Arbeitsmarkt begegnen. Diese treten schon bei der Berufsorientierung und dem Einstieg ins Erwerbsleben auf und ziehen sich über erste Karriereschritte, die Familienphase, über den Wiedereinstieg in den Beruf bis zum Eintritt in die Rente oder Pension. Das Projekt nimmt den gesamten Lebensverlauf in den Blick und bringt Wissenschaft, Gewerkschaft, Politik und Lebensrealität junger Frauen zusammen.

 

Wie kann nun wirtschaftliche Unabhängigkeit für junge Frauen Realität werden? Hierzu lud das Projektteam ausgewiesene ExpertInnen zur Fachtagung „Weiblich, qualifiziert sucht: Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“ am 9. Oktober 2015 in Berlin ein. Der Staatssekretär im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, die stellvertretende Vorsitzende des DGB, Elke Hannack, und die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Jutta Allmendinger, diskutierten mit mehr als 150 VertreterInnen aus Politik, Gewerkschaften, Betrieben und Verwaltungen über Chancen und Hindernisse von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. GEW, Bundesagentur für Arbeit, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber, DGB und BMFSFJ erörterten dringende Handlungsbedarfe. In kurzen Vorträgen wurde illustriert, wie wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen konkret umgesetzt und gefördert werden kann: So präsentierte unter anderem eine Referentin der Landesfrauenbeauftragten Bremens das Projekt „Klasse Frauen“, in welchem sich zum Beispiel Feuerwehrfrauen in Schulklassen vorstellen, um so für eher frauenuntypische Tätigkeiten zu werben.

Die Fachtagung gab auch den Startschuss für „Die Generalprobe“, ein vom Projektteam entwickeltes Online-Quiz. Dessen Ziel ist es, jungen Frauen das Thema „wirtschaftliche Unabhängigkeit“ spielerisch näher zu bringen, über potenzielle Risiken im Erwerbsleben aufzuklären und Informationen zum Beispiel zu Steuerklassen, zum ElterngeldPlus und zu einem gelungenen Wiedereinstieg bereitzustellen. Angelehnt an einen fiktiven Lebenslauf werden wichtige Entscheidungen abgefragt: „Was musst du bei deiner Berufswahl beachten? Wie teilst du dir Haus-, Erziehungs- und Erwerbsarbeit mit deinem Partner? Und was ist dir im Berufsleben wichtig?“

Bleibt nur noch die Frage Zirkusdirektorin, Schlangenbeschwörerin, Seiltänzerin oder doch Zauberassistentin? In welcher Rolle die Nutzerin die Bühne des Lebens betritt, erfährt sie am Ende des Tests.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2015

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