Die Riester-Rente; Service

Die Riester-Rente

Geförderte Altersvorsorge

Eine Möglichkeit, mit staatlicher Förderung zusätzlich für das Alter vorzusorgen, ist die sogenannte Riester-Rente. Sie wurde 2002 mit der Absicht eingeführt, die Absenkung des Niveaus der gesetzlichen Rentenversicherung auf Grund der Rentenreform 2001 auszugleichen. Zudem wurde mit dem Versorgungsänderungsgesetz 2001 der erreichbare Höchstsatz der Beamtenversorgung schrittweise von 75 Prozent auf 71,75 Prozent reduziert. Deshalb kann die Riester-Rente auch für BeamtInnen von Interesse sein.

Die Riester-Idee

Das Grundprinzip ist der privat organisierte und aus öffentlichen Mitteln unterstützte Lückenschluss in der Alterssicherung. „Riestern“ soll Einschnitte in der öffentlichen bzw. gesetzlichen Altersvorsorge mindern. Staatlich geförderte private Leistungen können einer höheren Planungssicherheit für das Alter dienen. Damit wird neben der staatlichen und der betrieblichen Alterssicherung als erste und zweite Säule die sogenannte dritte Säule, also die private Vorsorge ausgebaut.

Wie funktioniert die Riester-Förderung?

Riester-Verträge sind individuell abgeschlossene Sparverträge mit staatlichen Zulagen und gegebenenfalls zusätzlichen steuerlichen Vorteilen. Zulagen gibt es nur für zertifizierte Altersvorsorgeverträge. Zudem sind sie begrenzt und vom eigenen Mitteleinsatz abhängig. Während der Sparphase sind jährlich maximal 154 Euro als Grundzulage und 300 Euro pro kindergeldberechtigtem Kind (185 Euro für vor 2008 geborene Kinder) erhältlich. Für Berufsstarter gibt es einmalig einen Bonus von 200 Euro. Der Eigenbeitrag ist abhängig von der Höhe des Bruttoeinkommens das im Vorjahr erzielt wurde. Die jährliche Summe aus dem eigenen Beitrag und der staatlichen Förderung muss mindestens 4 Prozent des Vorjahreseinkommens betragen, höchstens 2.100 Euro.

Wer ist zulageberechtigt?

Unmittelbar zulageberechtigt sind insbesondere
- rentenversicherungspflichtige ArbeitnehmerInnen,
- BeamtInnen, RichterInnen, SoldatInnen sowie diesen gleichgestellte Personen,
- vollständig Erwerbsgeminderte oder Dienstunfähige,
- Kindererziehende (nachdem sie die Kindererziehungszeiten beantragt haben).

Mittelbar zulageberechtigt sind
- EhepartnerInnen/LebenspartnerInnen von unmittelbar Zulageberechtigten, wenn sie in ihren Altersvorsorgevertrag mindestens 60 Euro pro Kalenderjahr einzahlen.

Teil 2 folgt in der Oktober-Ausgabe

Quelle: Beamten-Magazin 09/2015

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