Qualifikationen anerkennen; Bund

Qualifikationen anerkennen

Bei den seit 2009 geltenden Regelungen der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen für Laufbahnen des Bundes stehen Veränderungen an. Überwiegend begrüßt der DGB die geplanten Neuerungen in der sogenannten Laufbahnbefähigungsanerkennungsverordnung (LBAV). Sie gehen vielfach auf eine Anhebung der Standards in der zu Grunde liegenden EU-Richtlinie zurück. Die LBAV betrifft nicht nur die spanische Polizeianwärterin mit bestandener Prüfung oder den erfahrenen Bauassessor aus einer griechischen Hafenverwaltung, die in Deutschland BeamtInnen werden wollen. Sie betrifft jede und jeden, der oder die von der europaweiten Bildungsmobilität Gebrauch macht und einen Abschluss in einem Mitgliedsstaat der EU, des EWR bzw. eines anderweitigen Vertragsstaates erworben hat. Doch so sperrig der Name der Verordnung, so unbekannt ist sie oftmals in den Amtsstuben. Nicht einmal gängige Portale wie www.anerkennung-in-deutschland.de geben – jenseits der Lehrerkräfte – eine Auskunft zur Anerkennung bei BeamtInnenlaufbahnen. Der DGB vermisst angesichts solcher Informationslücken Vorgaben für mehr Transparenz. Damit betroffene KollegInnen Klarheit über ihre Rechte und deren Verhältnis zum überkommenen Laufbahnrecht erhalten, fordert der DGB, die Anerkennungsfragen direkt in der Bundeslaufbahnverordnung zu regeln. Die vorgesehene Erhöhung der Gebühren für ein Anerkennungsverfahren von 60 Euro auf 100 Euro kritisiert der DGB deutlich. Wer ortsflexibel ist und sich bundesweit bewerben will muss schließlich 17-fach Verwaltungsgebühren zahlen, weil jeder Dienstherr sein eigenes Verfahren durchführt.

Quelle: Beamten-Magazin 07-08/2015

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