Inklusion zurückgedreht; Hamburg

Inklusion zurückgedreht

»Mindestens 350 Stellen wären bis einschließlich zehnter Klasse erforderlich«

Für die Umsetzung der Inklusion will Hamburgs Senat 120 LehrerInnenstellen schaffen. „Diese Stellen sind ein Erfolg unseres Engagements im Verbund mit anderen Organisationen, von selbst gibt es sie nicht“, erklärte die GEW-Landesvorsitzende Anja Bensinger-Stolze, „aber ausreichen tun sie auch nicht.“ Gleich zwei Untersuchungen hatten einen deutlich höheren Bedarf ergeben. „Mindestens 350 Stellen wären bis einschließlich zehnter Klasse erforderlich“, so die GEW-Chefin. „Wenn man an die bewährten integrierten Regelklassen anschließen wollte gar 550 Stellen.“

Durch die anhaltende Unterversorgung an Personal im Bereich des sonderpädagogischen Förderbedarfs komme es zu einem Roll-back in Sachen Inklusion. Nach Angaben der GEW werden vermehrt Kinder und Jugendliche mit besonderen Schwierigkeiten in temporären Lerngruppen betreut und damit ausgeschlossen. „An den Schulen, die die Hauptlast tragen, haben wir immer mehr Anzeichen von permanenter Überlastung der Kollegien“, kritisiert Bensinger-Stolze.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2015

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