Gesundheitsförderung kostet – Krankheit noch mehr; Berlin

Gesundheitsförderung kostet – Krankheit noch mehr

Die Beschäftigten im unmittelbaren Landesdienst von Berlin waren 2013 im Durchschnitt über fünf Wochen krank, so das Resümee des jüngst herausgegebenen Gesundheitsberichtes des Stadtstaates. Der darin verzeichnete Rückgang der Krankheitsquote um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr sei allerdings kein Grund zum Ausruhen, so Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Die Krankenquote liegt seit Jahren bei über 10 Prozent“, so Zinke, „das ist deutlich zu hoch.“ Der Gesundheitsbericht enthält erstmals auch Angaben zur Krankheitsdauer. Sogenannte Kurzzeiterkrankungen zwischen ein bis drei Tagen machen demnach nur etwa 9 Prozent der krankheitsbedingten Fehlzeiten aus. Fast die Hälfte aller Fehltage sind dagegen auf Langzeiterkrankungen (über 42 Tage) zurückzuführen. Die für viele Belastungen ursächliche Personalabbaupolitik muss nach Ansicht des DGB durch eine bedarfsgerechte Personalbemessung abgelöst werden. Dies müsse mit Maßnahmen für das Gesundheitsmanagement flankiert werden. „Allerdings ist das Budget dafür, gemessen an den Beschäftigtenzahlen und dem hohen Krankenstand, lächerlich gering“, kritisierte Zinke und forderte, dass in den aktuellen Haushaltsberatungen eine deutlich bessere Finanzausstattung sicherzustellen.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2015

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