Urlaubssperre an Ostern; Schleswig-Holstein

Urlaubssperre an Ostern

Das Verhältnis zwischen Landesregierung und Polizei in Schleswig-Holstein ist seit längerem angespannt. Insbesondere die Personalabbaupläne der Landesregierung werden von der GdP kritisiert. Die nun verhängte Urlaubssperre für das kommende Frühjahr trägt diesbezüglich nicht zur Deeskalation bei. Im Zeitraum vom 7. bis 25. April 2015 sollen statt der sonst üblichen 25 Prozent nur noch 10 Prozent der PolizeibeamtInnen ihren Urlaubsanspruch wahrnehmen dürfen. Der Grund für diese Maßnahme liegt in dem in Lübeck am 14. und 15. April stattfindenden Außenministertreffen der G7-Staaten. Um die dafür erforderliche Sicherheit gewährleisten zu können, bedürfe es nach Angaben des Innenministeriums die durch die Absenkung der Urlaubsquote freiwerdenden Kräfte

von 800 PolizistInnen. „Die Kolleginnen und Kollegen sind entsetzt. Schon jetzt wird der Personalmangel auf dem Rücken der Polizeibeschäftigten ausgetragen. Schon jetzt ist absehbar, dass wir den Dienstbetrieb wochenlang auf Notprogramm werden umstellen müssen“, erklärte Reiner Kahlke, GdP-Chef der Regionalgruppe Segeberg/Pinneberg. Überstundenberge seien damit vorprogrammiert. Da der Hauptpersonalrat sein Veto gegen die Urlaubsregelung einlegte, wird sich nun eine Einigungsstelle um das Thema kümmern.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2014

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Kontakt | Datenschutz | Impressum | Datenschutz
www.beamten-informationen.de © 2021