Konzept gegen Überalterung lässt auf sich warten; Berlin

Konzept gegen Überalterung lässt auf sich warten

Der öffentliche Dienst Berlins ist überaltert. Aus diesem Grund hat das Abgeordnetenhaus den Berliner Senat aufgefordert, ein Konzept zum Personalbedarf und zur Personalentwicklung im öffentlichen Dienst vorzulegen. Zwar ist noch unklar, wann dieses beschlossen wird, doch bestätigen die aus einem Bericht der federführenden Senatsfinanzverwaltung hervorgehenden Zahlen die Brisanz der Lage. Von den 111.512 BeamtInnen und Angestellten der Senats- und Bezirksverwaltungen waren im Januar dieses Jahres 4.850 jünger als 30, während 19.000 mindestens das 60. Lebensjahr erreicht hatten. Das Durchschnittsalter liegt damit – unverändert seit 2012 – bei 49,3 Jahren. Klar ist, dass bis 2020 jeder vierte Mitarbeiter wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden wird. Der DGB Berlin-Brandenburg fordert angesichts dieser Situation eine ehrliche Personaldebatte. Es bedürfe einer Ausbildungs- und Einstellungsoffensive im öffentlichen Dienst. Beim Wettbewerb um die Fachkräfte müsse Berlin fair bezahlen, denn das niedrige Besoldungsniveau der Stadt erweise sich als Einstellungshemmnis. Zudem müsse der Wissenstransfer von Alt zu Jung gewährleistet sein, das künftige Personalmanagement sei in einer Verwaltung zu konzentrieren und bei der Personalentwicklungspolitik sei Transparenz vonnöten, so der DGB.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2014

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