Nettoinvestitionen der Euro-Staaten im Minus; Zahlen, Daten, Fakten

Nettoinvestitionen der Euro-Staaten im Minus

So entwickelten sich die staatlichen Nettoinvestitionen …

Quelle: IMK 2014 | © Hans-Böckler-Stiftung 2014

Nach einer Auswertung europäischer Statistikdaten konstatiert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung: 2013 lagen die öffentlichen Investitionen der Euro-Staaten erstmals niedriger als die Abschreibungen. Damit verhalte sich der Euroraum jetzt so wie Deutschland bereits seit 2003. Hierzulande reichen die für Infrastruktur bereitgestellten Mittel seitdem nicht mehr aus, um zumindest den Verschleiß an Straßen oder Gebäuden auszugleichen. Im Vergleich zu 2009 seien die Nettoinvestitionen im Euroraum insgesamt um 73 Milliarden Euro zurückgegangen.

Das IMK hat über 100 internationale Untersuchungen ausgewertet, die die Wirkung von öffentlichen Investitionen auf das Wachstum deutlich machen. So steige die Wirtschaftsleistung insgesamt um 1,30 Euro bis 1,80 Euro wenn der Staat einen Euro investiere. Der Effekt von Steuersenkungen sei dagegen deutlich geringer.

Das Fazit des IMK: Die Politik beraubt sich des wirkungsvollsten Instruments, Europas Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und die Massenarbeitslosigkeit im Süden zu bekämpfen.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2014

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