EVG fordert nachhaltige Personalplanung; Bahn

EVG fordert nachhaltige Personalplanung

Eine zu dünne Personaldecke, Millionen von Überstunden: Für den EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner ist es noch ein langer Weg bis zu einer normalen Personalsituation bei der Bahn. Deshalb ging es in einem Spitzengespräch mit den Personalverantwortlichen der Deutschen Bahn AG Anfang April 2014 in Berlin darum, den von der EVG im vergangenen Jahr angestoßenen Personalprozess weiter voranzutreiben. Die Auswirkungen des Personalmangels werden immer spürbarer. Nach krankheitsbedingten Personalausfällen hatte das Mainzer Stellwerk im Sommer 2013 zeitweise den Betrieb einstellen müssen. Eine weitere Konsequenz der Personalnot sind Überstunden. Nach Informationen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ sind bei der Bahn bis Ende 2013 fast acht Millionen Überstunden und 5,6 Millionen Stunden aus offenen Urlaubsansprüchen aufgelaufen, was umgerechnet einer Jahresarbeitsleistung von 8.500 Vollzeitmitarbeitern entspräche. Nach Angaben der EVG stehe mittlerweile fest, dass der Personalbestand um mehr als 2.000 Beschäftigte erhöht werden müsse. Bisher seien jedoch erst rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt worden, die zum Teil noch ausgebildet werden müssen. Eine realistische Personalplanung habe sich deshalb am derzeit einsatzfähigen Personal zu orientieren, betont Kirchner. Die EVG drängt darauf, den Personalbedarf nachhaltiger zu planen und verstärkt die Themen Nachwuchsgewinnung, Wissenstransfer und Qualifizierung anzugehen. „Wenn ältere Kollegen gehen, es zugleich aber kaum Nachwuchs gibt, werden wir bald erhebliche Probleme bekommen“, so Kirchner.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2014

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