Arbeitsverdichtung und Gesundheitsförderung im Spannungsverhältnis; Schöneberger Forum - Praxisforen

Arbeitsverdichtung und Gesundheitsförderung im Spannungsverhältnis

Sensibilisierung und Befähigung

„Die Bedürfnisse der Beschäftigten richten sich auf die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, anstatt auf einzelne Maßnahmen der Gesundheitsförderung“, bekräftigte Prof. Sebastian Brandl von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in seinem Eingangsvortrag. Den Bedarf an einer ganzheitlichen Strategie

des betrieblichen Gesundheitsmanagements hob auch Constantin Dietl-Dinev, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtpersonalrates der Stadt München, hervor. Die Gesundheitsförderung sei am wirksamsten, wenn sie in allen Bereichen einer Organisation erkennbar sei, so unter anderem in der Aus- und Fortbildung, in der Personal- und Organisationsentwicklung oder dem betrieblichen Eingliederungsmanagement. In der Stadtverwaltung München sind derzeit 37 Gesundheitskoordinatoren aktiv. Die Dienstvereinbarung der Stadt zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements könne als gelungenes Praxisbeispiel angesehen werden. Dr. Markus Gomer, Leiter der Einheit Sport und Gesundheitsförderung bei BASF, verdeutlichte, Ausgangspunkt für ein gelingendes Gesundheitsmanagement sei die Stärkung

des Gesundheitsbewusstseins auf allen Ebenen. Hauptaufgabe der Gesundheitsförderung müsse es sein, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch mit ganz niedrigschwelligen Angeboten – für gesundheitsrelevante Fragen zu sensibilisieren und sie zu befähigen, einen besseren Umgang mit entstehenden Belastungen zu finden. Gelinge dies, könne Gesundheitsmanagement einen Beitrag zur Reduzierung arbeitsbedingter Belastungssituationen leisten. Diese, so der Kanon, hätten in den letzten Jahrzehnten sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst deutlich zugenommen.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2013

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