Demografische Herausforderung und Personalgewinnung; Schöneberger Forum - Praxisforen

Demografische Herausforderung und Personalgewinnung

In Personal investieren

Der öffentliche Dienst muss sich auch weiterhin mit dem demografischen Wandel auseinandersetzen und hat dabei zunehmend mit dem Ruf eines unattraktiven Arbeitgebers zu kämpfen. Darüber waren sich alle Referentinnen und Referenten einig. Laut Dr. Martin Thunert von der Universität Heidelberg besteht die Gefahr eines Teufelskreises aus überalterten Belegschaften, sinkenden Schulabsolventenzahlen und dem zuvor genannten Imageproblem. Diese könne aber durch diverse Instrumente wie Altersteilzeit- und flexible Ruhestandsmodelle, altersgerechte Arbeitsbedingungen und aktive Personalgewinnung gebannt werden. Dr. Elke Wiechmann von der Fernuniversität Hagen sah weniger die allgemeine Personalgewinnung als das zentrale Problem an. Stattdessen forderte sie, Altersstrukturanalysen durchzuführen um somit die problematischen Bereiche herauszufiltern. Politik und Verwaltung stünden in der Verantwortung, bei der Problemwahrnehmung, Analyse und Umsetzung stärker zusammenzuarbeiten, denn: „Ohne Investitionen in das Personal geht es nicht“.

„Der öffentliche Dienst hat bei der Nachwuchsgewinnung gegenüber der Industrie das Nachsehen“, meinte wiederum Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der GdP. „Das Totschlagargument der Arbeitsplatzgarantie gilt heute schon lange nicht mehr.“ Radek forderte daher unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beispielsweise mittels Lebensarbeitszeitkonten besser zu ermöglichen. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurden zudem die hohen Lebenshaltungskosten in Ballungsräumen und damit die Notwendigkeit einer angemessenen Bezahlung im öffentlichen Dienst angesprochen.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2013

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2021