Betriebliches Gesundheitsmanagement; Praxisforen

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Klare Regelungen unverzichtbar

„Ein gesunder Mitarbeiter ist ein besserer Mitarbeiter“, stellte Professor Bernhard Badura von der Universität Bielefeld fest. Dem stimmten Professor Sebastian Brandl, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Susanne Thomä, Stellvertretende HPR-Vorsitzende der Deutschen Rechtenversicherung Bund und Achim Meerkamp, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands zu.

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Dies könne nur durch eine mitarbeiterorientierte Gesundheitspolitik erreicht werden, bei der die Faktoren, die zu höheren Krankheitsständen im öffentlichen Sektor führen – beispielhaft sei hier die Arbeitsverdichtung in Folge des Personalabbaus genannt – ernst genommen werden und gezielt gegengesteuert werde. Für Badura ist dabei die psychische Gesundheit von zentraler Bedeutung, weswegen sie durch verbesserte Arbeitsbedingungen konsequent geschützt und gefördert werden müsse. Ein Mittel könnten Dienstvereinbarungen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein. Thomä machte deutlich: „Ein aktives BGM muss auf jeder Ebene mit allen Konsequenzen gewollt sein“. Für ein funktionierendes Betriebliches Gesundheitsmanagement seien klare Regelungen von der Festlegung des Budgets über die Qualifizierung und Unterstützung der verantwortlichen Führungskräfte bis hin zur Motivation und Einbindung der Beschäftigten erforderlich. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sei es möglich, über eine Verbesserung der Arbeitsplatzqualität zu einer Verringerung der Krankheitsstände und damit der Fehlzeiten zu kommen und positive Effekte auf Beschäftigen- als auch auf Dienstherrenseite zu erzielen.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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