Bürger und Polizei; Praxisforen

Bürger und Polizei

Zusammenarbeit hat Grenzen

Bürgerbeteiligung ist im Polizeibereich nicht bedingungslos möglich. So lautet nach intensiver Diskussion die Antwort auf die Frage im Forum „Bürger und Polizei: Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen?". Die Grenzen zeigen sich da auf, wo der originäre Aufgabenbereich der Polizei und deren personelle Kapazitäten tangiert sind. Darin waren sich sowohl die Referenten Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, und Professor Hans-Jürgen Lange, Politikwissenschaftler an der Universität Witten/Herdecke, als auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums einig.

Außerhalb dieser Grenzen könnten jedoch durchaus positive Effekte durch die Partnerschaft zwischen Bürgern und Polizei erzielt werden. Diese findet nach Ansicht von Lange hauptsächlich in Form von Sicherheitspartnerschaften und Kriminalpräventiven Räten statt. Die Beteiligten seien allerdings eher Gremienmitglieder, der Bürger als Einzelperson werde hingegen in der Regel nicht angesprochen.

Witthaut sieht die Bürgerbeteiligung auch als ein Instrument an, um die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Polizei zu erhalten und zu verbessern.

Schließlich sei die Polizei nicht nur bloße Eingriffsverwaltung, sondern nehme auch darüber hinaus Aufgaben wahr. Die Zusammenarbeit kann laut Witthaut aber nicht dazu dienen, Aufgaben abzubauen. Vielmehr solle sie vorrangig zur Steigerung des Sicherheitsgefühls jedes Einzelnen beitragen, aber auch zur Verhinderung von Straftaten.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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