Mitwirkung in der Schule; Praxisforen

Mitwirkung in der Schule

Hohe Ansprüche an Lehrer

Über das Maß an Beteiligung von Eltern in der Schule haben die Teilnehmer im Forum „Mitwirkung der Eltern in der Schule: Lehrkräfte im Spannungsverhältnis von hohen Erwartungen und Zeitdruck?“ diskutiert. Marianne Demmer, Mitglied des GEW-Hauptvorstandes, berichtete, dass Eltern hohe Ansprüche und Erwartungen an die Schule und die Lehrkräfte haben, damit ihre Kinder für die Berufswelt, die immer höhere Anforderungen an die jungen Menschen stellt, gut vorbereitet werden. Damit stehen die Lehrkräfte in einem Spannungsverhältnis zwischen dem „Wollen“, diesen durchaus berechtigten Ansprüchen gerecht zu werden und dem „Können“, dies mit dem zur Verfügung stehenden Zeitbudget zu bewältigen. Dass vor diesem Hintergrund eine Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule zum Wohle des Kindes notwendig ist, wurde im Rahmen des Forums anerkannt. Diskussionsbedarf bestand jedoch darüber, in welcher Form diese verwirklicht werden sollte. Professor Rolf Dubs von der Universität St. Gallen differenzierte hierzu zwischen Mitwirkung, zum Beispiel Hilfe bei den Hausaufgaben, Mitsprache in Form von Kommunikation und Mitbestimmung. Als äußert hilfreich und sinnvoll erachtete er, dass Eltern eine Mitwirkung und Mitsprache zugestanden wird. Mitbestimmung der Eltern hingegen verstärke die soziale Demontage der Lehrerinnen und Lehrer.

Als zentrales Ergebnis des Forums konnte festgestellt werden, dass die Mitwirkung der Eltern in einem gewissen Rahmen erwünscht ist. Die wichtigsten Faktoren dabei seien die Interaktion und Kommunikation zwischen den Lehrkräften und dem Elternhaus, denn nur so könnten beide Seiten für einander sensibilisiert werden.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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