Gesetz soll Beamte bei Pflege unterstützen; Bund

Gesetz soll Beamte bei Pflege unterstützen

Der DGB fordert eine Familienpflegezeit auch für Bundesbeamtinnen und -beamte. Gesetzliche Regelungen sollen es ihnen ermöglichen, dienstliche Pflichten und die Pflege von Familienangehörigen miteinander zu vereinbaren. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock forderte das Bundesinnenministerium auf, sich des Themas anzunehmen. In einem Gespräch mit Vertretern des Innenausschusses des Bundestages wies sie auf eine zunehmende Zahl von Beschäftigten hin, die vor der Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege stünden. Da die Zahl pflegebedürftiger Menschen wachse und sich Familienstrukturen und Beschäftigungssituation tiefgreifend veränderten, gewinne das Thema gesamtgesellschaftliche Bedeutung.

Für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften des öffentlichen Dienstes ist nicht nachvollziehbar, dass die Regelungen des am 1. Januar eingeführten Familienpflegezeitgesetzes (FPfZG) sich nur auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschränken. Es sei dringend geboten, Beamtinnen und Beamte einzubeziehen, betonte Sehrbrock. Mit den Regelungen des Bundesbeamtengesetzes zur familienbedingten Teilzeit und Beurlaubung sei das Problem nicht gelöst, befinden die Gewerkschaften. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Beamtinnen und Beamten eine Teilzeitbeschäftigung oder bis zu 15 Jahre Urlaub gewährt werden, jedoch ohne finanziellen Ausgleich. Das FPfZG hingegen ermöglicht es Beschäftigten, auf Antrag ihre Arbeitszeit zwei Jahre lang auf bis zu 15 Wochenstunden zu verkürzen und 75 Prozent ihres Gehalts ausgezahlt zu bekommen.

Quelle: Beamten-Magazin 07/08.2012

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Kontakt | Datenschutz | Impressum | Datenschutz
www.beamten-informationen.de © 2021