Land will Professoren weiter nach Leistung bezahlen; Hessen

Land will Professoren weiter nach Leistung bezahlen

Hessen wird die Professorenbesoldung neu regeln. Die Landesregierung will „sorgfältig prüfen, wie unter strikter Beachtung der vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Maßstäbe weiterhin eine leistungsbezogene Besoldung für Professoren gewährt werden kann“. Mit diesen Worten reagierte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die 2002 eingeführte W-Besoldung für verfassungswidrig erklärt hat. Die Ministerin betonte: „Ziel ist und bleibt, durch Leistungsanreize die Attraktivität einer wissenschaftlichen Karriere in Hessen zu stärken.“ Sie hob hervor, diese Anreize bildeten „die feste zweite Säule der Besoldung, auch wenn sie zurzeit nicht als klare gesetzlich verbriefte Ansprüche ausgestattet sind“. Rund 95 Prozent der Professorinnen und Professoren in Hessen bekämen Leistungsbezüge zusätzlich zum Grundgehalt. Diese Zusatzbezüge wurden mit der Reform der Professorenbesoldung eingeführt. Neu ist zudem ein festes Grundgehalt, das jedoch niedriger als in der früheren C-Besoldung ausfällt. Die Verfassungsrichter urteilten, dass die Regelungen eine amtsangemessene Besoldung der Hochschullehrerinnen und –lehrer nicht gewährleisten. Die Zweiteilung in Grundgehalt und Leistungskomponente kritisierten sie nicht.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2012

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