Klartext reden – Zukunft gestalten!; Kommentar

Klartext reden – Zukunft gestalten!

Vom 8. bis zum 10. Mai finden im Bereich der Bundespolizei Personalratswahlen statt. Der ehemalige Bundesgrenzschutz hat sich zur Bundespolizei entwickelt. Diesen Prozess hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ausgelöst und maßgeblich beeinflusst. Aufgaben, Personalentwicklung, Laufbahn- und Besoldungsstrukturen – es waren Impulse aus der GdP, die eine Anpassung an die Polizeien der Länder auslösten. Das im Jahr 2001 durch die GdP mit der damaligen Bundesregierung verhandelte Attraktivitätsprogramm hat die Stellensituation in der Bundespolizei ganz deutlich verbessert. Dieses Programm hat mehr als 25.000 Beförderungen – davon überwiegend im mittleren Dienst – ausgelöst. Doch es gibt Nachholbedarf. Im strukturellen Vergleich mit den Länderpolizeien hat die Bundespolizei derzeit den geringsten Anteil im gehobenen Dienst und einen zunehmenden Anteil lebensälterer und perspektivloser PolizeiobermeisterInnen. Auch im gehobenen Dienst bestehen Entwicklungsprobleme. Gleiches gilt seit jeher für die Polizeiverwaltung des Bundes. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen wird es absehbar zu einem personellen Ausbluten der Verwaltung kommen. In der Summe ein Schwächung der Inneren Sicherheit.

Die konservative Innenpolitik hat eine „Reformpolizei“ geschaffen. So gibt es mehr Dienstposten als Personal, familienunfreundliche Arbeitsrhythmen und überdurchschnittliche psychische Belastungen bei den Mitarbeitern. Nur die Gewerkschaft der Polizei hat gemeinsam mit den Beschäftigten die Kraft zur sozialen Balance in der Dienststelle.

Jörg Radek,
Stellvertretender GdP-Vorsitzender

Quelle: Beamten-Magazin 02/2012

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2021