Ministerium ist gegen Praxisaufstieg; Post

Ministerium ist gegen Praxisaufstieg

Das neue Bundesbeamtengesetz und die reformierte Bundeslaufbahnverordnung (BLV) gelten uneingeschränkt auch für Bundesbeamtinnen und -beamte bei den Aktiengesellschaften Post, Postbank und Telekom. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem Beteiligungsgespräch mit den Gewerkschaften zur neuen Postlaufbahnverordnung verdeutlicht. Die Postlaufbahnverordnung könne nur dort von der BLV abweichen, wo es dringend notwendig sei. Die Unternehmen müssen auch Personalentwicklungskonzepte erstellen, die Qualifizierungen für die Beamten enthalten. ver.di kritisiert, dass allein die Unternehmen über diese Maßnahmen entscheiden. Die Gewerkschaft möchte, dass bei der dienstlichen Qualifizierung die Situation von Beamtinnen und Beamten mit familiären Pflichten besonders berücksichtigt wird. Zentrales Thema für ver.di waren Aufstiegsmöglichkeiten für die Beschäftigten. ver.di will den Praxisaufstieg über das Jahr 2015 hinaus erhalten. Dabei werden Beamte in eine höhere Laufbahn eingeführt, indem sie Aufgaben dieser Laufbahn wahrnehmen. Außerdem schlägt die Gewerkschaft ein modulares Verfahren für den fachspezifischen Qualifizierungsaufstieg vor. Bildungsabschlüsse würden anerkannt, indem Credits gewährt werden. Ziel ist die Anerkennung der Laufbahnbefähigung beim Wechsel in die nächsthöhere Laufbahngruppe. Das Ministerium lehnte den Vorschlag und auch die Verlängerung des Praxisaufstiegs ab. Auf Vorschlag von ver.di soll in einem gemeinsamen Gespräch mit den Unternehmen über Optionen für künftige Aufstiegsmöglichkeiten beraten werden.

Quelle: Beamten-Magazin 01/2012

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