Matthias Schlenzka, Abteilung Öffentlicher Dienst beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Personalräte kosten viel Geld und halten nur den Verkehr auf." Solchen oder ähnlichen Anfeindungen müssen sich Personalvertretungen zuweilen bei ihrer täglichen Arbeit stellen. Nicht immer lassen sich die Vorteile, die sich aus der Arbeit der Personalräte ergeben, klar herausstellen – und schon gar nicht in finanzieller Hinsicht. Der Erfolg von Personalratsarbeit ist oft nicht leicht messbar, denn gutes Betriebsklima und Zufriedenheit von Beschäftigten lassen sich meist nur mittelbar feststellen – zum Beispiel am Krankenstand der Belegschaft.

Noch viel zu selten wird die Arbeit in betrieblichen Interessenvertretungen wertgeschätzt. Dabei erfordert die Arbeit in einer Personalvertretung – wie politisches und ehrenamtliches Engagement überhaupt – viel Ausdauer und Kraft. Trotz mancher Rückschläge setzen sich tausende Personalräte für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Dafür verdienen sie unseren Dank und Respekt.

Mit dem Deutschen Personalräte-Preis soll das Engagement von Personalräten gesellschaftlich stärker hervorgehoben werden. Diese besondere Ehrung wurde im letzten Jahr erstmals vom Bund-Verlag als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung an Personalvertretungen verliehen. Die Resonanz war überwältigend positiv.

Das Magazin für Beamtinnen und Beamte nimmt den internationalen „Tag des öffentlichen Dienstes" am 23. Juni zum Anlass, die preisgekrönten Projekte aus dem Jahr 2010 vorzustellen. Wir wollen Sie ermutigen, sich mit Ihren Projekten am nächsten Personalräte-Preis 2012 zu beteiligen.

Matthias Schlenzka
Abteilung Beamte und Öffentlicher Dienst beim DGB-Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 06/2011

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