GdP: Zu wenig Polizisten für Einsatz in U-Bahnen; Berlin

GdP: Zu wenig Polizisten für Einsatz in U-Bahnen

Der Einsatz von Polizistinnen und Polizisten zur Sicherheit in den Berliner U-Bahnen stößt bei der GdP auf heftige Kritik. Das Sicherheitskonzept des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) sei „Flickschusterei" und „ein Schnellschuss im Wahlkampf", urteilte der Landesbezirksvorsitzende Michael Purper. Jeweils 200 Polizisten und 200 Wachleute der Verkehrsbetriebe sollen auf U-Bahnhöfen Streife gehen. Damit reagierte Wowereit auf die jüngsten brutalen Überfälle in Nahverkehrsstationen. Die zusätzlichen 200 Polizisten stehen laut Purper frühestens 2014 nach ihrer Ausbildung zur Verfügung. Bis dahin Beamtinnen und Beamte der Landeseinsatzreserve einzusetzen, sei ein Sicherheitsrisiko. Die etwa 60 Kräfte unterstützen nachts den Funkstreifendienst bei besonderen Einsätzen wie gewälttätigen Krawallen oder Angriffen auf Dienststellen. „Jetzt rächt sich, dass der Senat in den letzten zehn Jahren 4.000 Polizisten eingespart hat", sagte Purper. Kurzfristig sieht er zwei Lösungen: Der Senat müsse dafür sorgen, dass Beamte, die aus anderen Bundesländern nach Berlin zurückkommen wollen, unverzüglich ohne Tauschpartner wechseln können. Als zweite Möglichkeit sollen Polizeiangestellte für den Sicherheits- und Ordnungsdienst eingestellt und speziell in U-Bahnen eingesetzt werden.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2011

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