Im Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie; Werner Grigo; Porträt

Im Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie

Im Porträt: Werner Grigo, Hauptdezernent, Bezirksregierung Arnsberg, Abt. Bergbau und Energie in NRW

Wer in Nordrhein-Westfalen ein neues Projekt im Bereich Braunkohle- oder Rohstoffförderung beginnen will, kommt an Werner Grigo und seinen Mitarbeitern nicht vorbei. Der Hauptdezernent in der Abteilung „Bergbau und Energie in NRW“ der landesweit zuständigen Bergverwaltung und seine Kollegen verantworten das umfangreiche Genehmigungsmanagement für neue Bergbauprojekte. Über das Design der Genehmigungen setzen sie hohe Umweltstandards und strenge Sicherheitsstandards für die Beschäftigten durch. „Unsere Aufgabe ist ein Ausgleich der Interessen: Auf der einen Seite die Wirtschaft im knallharten internationalen Wettbewerb, auf der anderen Seite oft Beschäftigte, Bevölkerung und Umwelt. Das ist der viel beschworene Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie.“ In NRW arbeiten rund 35.000 Beschäftigte im Bergbau. Nur noch wenige junge Menschen entscheiden sich für ein Studium in den Bereichen Bergbau und Rohstoffe. Im Gespräch spürt man Werner Grigos Begeisterung für sein Arbeitsgebiet. Für den Bergbau als Beruf zu werben, fällt ihm leicht: „Bergbau ist ein Beruf mit Zukunft.“ Rohstoffe seien die Grundlage unseres Lebens. Von den Mineralien in der Zahnpasta über den Sand, der beim Hausbau benötigt wird, bis hin zum Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken – ohne Rohstoffe gehe gar nichts. Außerdem habe man in diesem Job immer mit Menschen zu tun. Deshalb sollten Neueinsteiger Freude an der Arbeit im Team mitbringen. Werner Grigo selbst spezialisierte sich schon während seines Ingenieurstudiums auf den Bereich Bergbau. Nach dem Studium, das ihn nach Aachen, Österreich und London führte, arbeitete er zunächst in der Industrie. Über ein Fachreferendariat in der nordrhein-westfälischen Bergbehörde kam er in den Staatsdienst. Dort machte man ihm ein interessantes Jobangebot. So blieb er. Bis heute macht dem 52-Jährigen die Arbeit großen Spaß. Als Sohn eines Bergmannes kam Werner Grigo früh mit der Gewerkschaft in Berührung: „Mein Vater war gewerkschaftlich organisiert. In der Familie standen gewerkschaftliche Themen sehr oft auf der Tagesordnung.“ Gegen Ende seines Studiums trat er selbst in die Gewerkschaft ein, die damals noch IG BE hieß und 1997 mit anderen zur IG BCE fusionierte. Seit vielen Jahren engagiert sich der Familienvater ehrenamtlich in der IG BCE, eine Zeit lang war er im Personalrat aktiv.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2011

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