An der Schnittstelle; Corinna Fröschl; Porträt

An der Schnittstelle

Im Porträt: Corinna Fröschl, Sachbearbeiterin der Geschäftsstelle Betriebsrat T BR Süd bei der Deutschen Bahn

Mit einem Beschaffungsvolumen von jährlich rund 20 Mrd. Euro ist die Deutsche Bahn einer der größten Einkäufer auf dem europäischen Markt. Deutschlandweit arbeiten rund 1.400 Mitarbeiter an drei Standorten des Bereichs Beschaffung im Vorstandsressort Technik, Systemverbund und Dienstleistungen. Sie verantworten die terminund qualitätsgerechte Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen. Corinna Fröschl ist seit 2004 in der Geschäftsstelle des Betriebsrats am Münchner Standort, Wahlbetrieb Süd, beschäftigt. Seit 2005 ist sie Betriebsratsmitglied. Corinna Fröschl begann 1980 ihre Ausbildung zur Bundesbahnassistentin. Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Stationen bei der Bahn durchlaufen – vom Schalterdienst über den Zugbegleitdienst bis zur Verwaltung. „Ich kann nur Eisenbahn!", sagt sie mit einem Lachen. Immer noch begeistert sie die Möglichkeit, bei einem Unternehmen beruflich so oft neue Wege gehen zu können. Ihren derzeitigen Arbeitsplatz begreift sie auch als Schnittstelle zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber. Zu ihren Aufgaben gehören die sitzungsgerechte Aufarbeitung der Unterlagen der Geschäftsführung und die Überwachung der fristgerechten Bearbeitung von Vorgängen im Bereich der Mitbestimmung. Regelmäßig lädt sie Fachleute, z. B. neu eingestellte Führungskräfte, aus anderen Unternehmensteilen ein. „Der Blick über den Tellerrand ist wichtig. Außerdem können wir so die Sicht des Betriebsrats an den Mann bzw. die Frau bringen", erklärt die 47-Jährige. Arbeitserfolge seien für die Motivation wichtig und zumindest kleine Erfolge gebe es immer: Corinna Fröschl hat sich über jeden zunächst gefährdeten Arbeitsplatz gefreut, der bei der kürzlich durchgeführten Neuausrichtung im Bereich Technik/Beschaffung gerettet werden konnte. Privat engagiert sie sich im Sport. Sie ist ehrenamtliche Präsidentin des Schlittenhundesportverbandes Bayern. „Hier lernen Kinder Verantwortung. Nur wenn man etwas investiert, bekommt man auch etwas zurück." Sowohl im privaten Umfeld als auch bei der Arbeit gilt für Corinna Fröschl: „Jammern hilft nicht! Man muss sich engagieren, um selbst mitgestalten zu können."

Corinna Fröschl gehörte der bis Ende November 2010 existierenden TRANSNET an. Jetzt heißt ihre Gewerkschaft EVG. Den Zusammenschluss sieht sie positiv: „So haben wir eine größere Schlagkraft!".

Quelle: Beamten-Magazin 01/2011

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