Ein bisschen wie Helden; Frank Oldach; Porträt

Ein bisschen wie Helden

Im Porträt: Frank Oldach, Hauptbrandmeister, stellvertretender Personalratsvorsitzender

Die Berufsgruppe der Feuerwehrleute ist in der deutschen Bevölkerung hoch angesehen. Das hat seinen Grund: In Momenten höchster Not sind sie schnell zur Stelle, sie helfen und retten Leben. Zum Beispiel Frank Oldach in Bochum. Bis 2004 war der Hauptbrandmeister im routierenden Wechsel mit seinen Kollegen von der Berufsfeuerwehr der Stadt Bochum auf dem Drehleiterfahrzeug, dem Löschfahrzeug oder dem Rettungswagen im Einsatz. „Jeder von uns kann jede Position besetzen", erläutert Oldach das multifunktionale Prinzip der Feuerwehrleute. Zu durchschnittlich 130 Einsätzen werden die Retter am Tag gerufen. Aufs Jahr gesehen kommen rund 1.400 Brand- und etwa 1.500 technische Hilfseinsätze zusammen. Den Löwenanteil haben in Bochum mit rund 45.000 Einsätzen die Rettungsdienstfahrten. Im „Rendez-vous-Verfahren" treffen der Rettungswagen der Feuerwehr und der an den Krankenhäusern stationierte Notarzteinsatzwagen in durchschnittlich acht Minuten am Einsatzort ein. Dann erfahren die in Not Geratenen routinierte und professionelle Hilfe.

Bevor Frank Oldach 1989 Brandmeisteranwärter bei der Stadt Bochum wurde, ist er bei Thyssen zum Betriebsschlosser ausgebildet worden und hat dort zehn Jahre als Kranschlosser gearbeitet. Eine „feuerwehrdienliche" Ausbildung ist Voraussetzung für den Eintritt in die Berufsfeuerwehr. Das Prinzip scheint sich bewährt zu haben. Oldach hat gelernt, Metall zu bearbeiten und Maschinen zu bedienen, das sei für Drehbank und Löschpumpe gleichermaßen nützlich, sagt er. Wenn die Feuerwehrmänner keine Einsätze fahren, reparieren sie in ihrer Werkstatt alles selbst – von den Fahrzeugen bis hin zu den Medizinprodukten. Die zwei Frauen – unter 348 Männern – bei der Bochumer Feuerwehr besetzen übrigens Führungsfunktionen. Als Zugführerin bzw. im Direktionsdienst leiten sie Großeinsätze.

Seit 2004 ist Frank Oldach freigestellter Personalrat, seit 2006 als stellvertretender Personalratsvorsitzender, und setzt sich für die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen ein. Durch seinen Vater, seinerzeit Betriebsrat bei Opel – und seine Schwiegermutter – Betriebsrätin bei Thyssen – sei er „familiär vorbelastet". „Ich bin mit der Internationalen aufgewachsen", sagt der überzeugte Gewerkschafter. Als solcher legt er seine ganze Hoffnung in Bezug auf die feuerwehrpolitischen Probleme wie opt-out, Feuerwehrzulage und Beförderungsstau in die neue nordrhein-westfälische Landesregierung.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2010

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