Hilfe per Telefon; Karsten Bode; Porträt

Hilfe per Telefon

Im Porträt: Karsten Bode, Regierungshauptsekretär

In Zeiten des Umbruchs ist auch die Zukunft der Krankenkassen ungewiss. Für die Postbeamtenkrankenkasse gilt das allerdings nicht. Sie ist eine „geschlossene“ Krankenkasse. Schon heute ist klar, dass sie spätestens 2084 abgewickelt sein wird. Karsten Bode wird dann längst im Ruhestand sein. Bis dahin wird der Regierungshauptsekretär, dessen Amtsbezeichnung früher Posthauptsekretär hieß, Arzt- und Zahnarztrechnungen prüfen, Kunden beraten und möglicherweise als Vorsitzender des örtlichen Personalrats und als Mitglied des Gesamtpersonalrats die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen in der Regionalbezirksstelle Hannover vertreten, wo er arbeitet.

Angefangen hat der 47-Jährige als Postassistenzanwärter 1980 bei der Deutschen Bundespost. Nach der zweijährigen Ausbildung hat er in Hameln den klassischen Schalterdienst verrichtet und im Personalbereich der Postverwaltung gearbeitet. Mit der Privatisierung wurde nicht nur die Verwaltung der Post nach Hildesheim verlagert, sondern auch die Postbeamtenkrankenkasse regionalisiert. Für Bode war das die Chance, zur Krankenkasse nach Hannover zu wechseln. Hier bearbeitet er als einer von 85 verbeamteten Beschäftigten die Arzt- und Zahnarztrechnungen. In fünf Kompetenzcentern mit mehreren Außenstellen arbeitet die Postbeamtenkrankenkasse heute auf höchstem technischen Niveau. Aufgaben und Arbeitsprozesse wurden jeweils an einem Standort zusammengefasst und neu organisiert. Während in Köln Krankenhausaufenthalte und Reha-Maßnahmen bearbeitet werden, verwaltet München die Versicherungsverhältnisse der Mitglieder. „Die Aufgaben sind monotoner geworden“, bedauert Bode diese Entwicklung, „man ist nur noch ein kleines Rädchen im Getriebe“. Aber der Dienstherr habe die Nachteile erkannt. Jetzt werde daran gearbeitet, den Beschäftigten auch wieder mehr Verantwortung zu übertragen. Früher habe er einen bestimmten Versichertenbestand gehabt und in vielen Telefongesprächen ein persönliches Verhältnis aufbauen können, sagt Karsten Bode, „das war ein Traumjob“. Heute sind es die zehn Stunden in der Kundenberatung, die seinen Arbeitsalltag auflockern. „Am Telefon sind Leute, die Hilfe brauchen“, erzählt Bode. Da sei das Wissensmanagement eine echte Herausforderung. „Mit detaillierten Kenntnissen und einem umfangreichen Wissen kann man da wirklich helfen“.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2010

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