Gesund trotz oder durch Arbeit?; Gewerkschaften

Gesund trotz oder durch Arbeit?

Motor werden im Gesundheitsmanagement und nach Konzepten suchen, wie Prävention in einem Unternehmen funktionieren kann, war Ausgangspunkt der Tagung „Gesund trotz Arbeit oder gesund durch Arbeit“. ver.di Bildung + Beratung hatte Betriebs- und Personalräte sowie Schwerbehindertenvertretungen eingeladen, über betriebliches Gesundheitsmanagement und seine Aufgaben zu diskutieren. Die Arbeitspsychologin Antje Ducki aus Berlin konstatierte überdurchschnittlich viele Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen vor allem bei Beschäftigten in den klassischen Dienstleistungsbereichen, also auch in öffentlichen Verwaltungen. Erfolgreicher Gesundheitsschutz bedeute nach wie vor: Analyse vor Aktion, Partizipation der Beschäftigten, integrierte Interventionskonzepte, die noch gezielter als bisher auf die Belegschaften abgestimmt sein müssen. Konkret bedeute dies: Ältere Beschäftigte brauchen andere Arbeitsplätze als jüngere, gewerbliche Mitarbeiter erwarten von einem Stresspräventionsprogramm etwas anderes als Ingenieure. Hier, so Ducki, „müssen Personal- und Betriebsräte mikropolitische Machtspiele aktiv überwinden und im Betrieb Bündnisse und Allianzen bilden, die sich an gemeinsamen Werten und Zielen ausrichten.“ Der Leiter der Forschungsgruppe „Public Health“, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, zählte die Kriterien gesundheitsförderlicher Arbeitssituationen auf: Arbeitsmittel und -umgebung, Arbeitsorganisation und Sozialbeziehungen. Komponenten, auf die Gewerkschaften z. B. auch bei Tarifforderungen Gewicht legen sollten. In diesem Zusammenhang verwies Elke Hannack vom ver.di-Bundesvorstand auf den DGB-Index Gute Arbeit, der seit drei Jahren Urteile und Ansprüche von Beschäftigten erhebt und die Ergebnisse zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen öffentlich verfügbar macht.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2010

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