Matthias Schlenzka; Referatsleiter für allgemeines Beamtenrecht beim DGB Bundesvorstand; Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Personalräte müssen sich in ihrer täglichen Arbeit manchmal ganz schön was anhören. „Wozu brauchen wir überhaupt eine Personalvertretung? Die Arbeitgeber achten schon darauf, dass Recht und Ordnung eingehalten werden. Und den typischen Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit wie in der Wirtschaft gibt es im öffentlichen Dienst ohnehin nicht.“ In der politischen Diskussion begegnen uns solche Einstellungen ebenfalls, wenn auch etwas charmanter umschrieben. Statt Anerkennung und Bestätigung gibt es häufig Kritik an der Arbeit von Interessenvertretungen. Es wird Zeit, dass sie mehr wertgeschätzt wird, denn ohne die stetige Einsatzbereitschaft und permanente Motivation von Personalräten blieben viele und vieles auf der Strecke. Mit dem Deutschen Personalräte-Preis 2010 soll nun ein Zeichen gesetzt werden. Die Auszeichnung soll Personalräte motivieren, sich weiter aktiv und gestaltend für die Interessen der Beschäftigten einzusetzen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des diesjährigen Schöneberger Forums statt .Über beides berichten wir in unserem Titelthema ab Seite 4. Auch ver.di-Vorstand Achim Meerkamp spricht sich im Kommentar auf Seite 6 „Für eine Kultur der Mitbestimmung“ aus. Im Interview mit der Staatsrechtlerin Monika Böhm sind wir der Frage auf den Grund gegangen, wie die gewerkschaftliche Partizipation bei ressortübergreifenden Projekten verbessert werden kann, damit gewerkschaftliche Sachkenntnis und Erfahrungen auch genutzt werden können.

Matthias Schlenzka
Referatsleiter für allgemeines Beamtenrecht
beim DGB Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 09/2010

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