Sonderopfer durch Sparpaket; Bund

Sonderopfer durch Sparpaket

Die Bundesregierung hat angekündigt, bis 2014 mehr als 10.000 Stellen in der Bundesverwaltung streichen zu wollen. D. h., der Bund will in den kommenden drei bis vier Jahren Beschäftigung im Umfang mehrerer Großkonzerne abbauen. Stellenabbau in dieser Größenordnung von Seiten eines privaten Unternehmens rufe regelmäßig die zuständige Ministerriege auf den Rettungsplan, verweist der DGB auf offene Widersprüche. Die Folgen seien absehbar: fortschreitende Überalterung, Arbeitsverdichtung und mangelhafte Aufgabenwahrnehmung. Dabei sei der Personalkostenanteil am Bundeshaushalt mit unter 9 Prozent einer der geringsten in Europa. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten habe die Bundesverwaltung Personal in erheblichem Umfang abgebaut. Sie sei längst auf dem untersten zumutbaren Niveau angekommen. Gleichzeitig sei die Arbeitszeit auf 41 Wochenstunden erhöht worden. In den Jahren 2004 bis 2007 hätten die Beamtinnen und Beamten des Bundes erhebliche Einkommensverluste hinnehmen müssen, rechnet der DGB vor. In diesem Rahmen sei das Weihnachtsgeld drastisch gekürzt worden – allerdings befristet bis Ende 2010. Bis zur Sparklausur der Bundesregierung sollte die befristete Kürzung ab 2011 teilweise wieder zurückgenommen werden. Darauf soll nun verzichtet werden. Der DGB kritisiert einen massiven Vertrauensbruch durch dieses Sonderopfer.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2010

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