Kritik an „Personal-Kahlschlag“ und Niedriglohn; Brandenburg

Kritik an „Personal-Kahlschlag“ und Niedriglohn

Von einem „Personal-Kahlschlag“ in Brandenburg spricht ver.di angesichts der aktuellen Personalbedarfsplanung. Die Landesregierung wolle bis 2014 fast 5.000 Stellen abbauen – 2.100 mehr als bislang geplant, sagte Fachbereichsleiter Manfred Loos. Durchschnittlich zehn Prozent der 49.431 Stellen sollen wegfallen. Überdurchschnittlich stark seien das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung
mit einem Minus von 1.371 Stellen und das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz mit 1.077 Stellen betroffen. Loos entnimmt die Zahlen der Personalbedarfsplanung, die das Finanzministerium erstellt hat. Der „Personal-Kahlschlag“ werde unweigerlich zu weiterer Arbeitsverdichtung in der Landesverwaltung führen, warnt Loos. Er befürchtet, dass zahlreiche Aufgaben nicht mehr erfüllt werden können. Loos kritisiert zudem, dass die Landesregierung Niedriglöhner beschäftigt. Für die Tochtergesellschaft „Fridericus“ und das Landeslabor arbeiten laut ver.di Wachleute und Kurierfahrer zu einem Stundenlohn, der zum Teil um die Hälfte niedriger als die tarifvertraglich vereinbarten Sätze für Landesbeschäftigte ist. ver.di fordert die Landesregierung auf, die Missstände sofort abzustellen.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2010



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