Michael Sommer; Vorsitzernder des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Frauen und Männer, die am 13. Oktober 1949 in einem einstimmigen Beschluss für die Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes votierten, hatten ein gutes Gespür für die historische Bedeutung dieses Gründungsaktes. „Wir wussten, da entsteht etwas, das uns überleben wird“, erinnert sich Trude Rau, die als Gastdelegierte am Kongress teilgenommen hatte. Seitdem hat der DGB dafür gefochten, unser Land sozialer, menschlicher und lebenswerter zu machen und unsere Gesellschaft demokratischer und gerechter zu gestalten. Seitdem streiten der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften selbstbewusst für sozialen Fortschritt. Seitdem kämpfen wir für Demokratie und Freiheit, gegen alte und neue Nazis, gegen Antisemitismus und Fremdenhass. Die Stärken des DGB sind Einheit nach innen und Einigkeit nach außen. Wir vertreten Millionen Arbeite rinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamtinnen und Beamte – und dies unabhängig davon, welcher Partei sie angehören, wo sie herkommen, ob sie Mann sind oder Frau, ob religiös gebunden oder weltanschaulich geprägt. Das Vermächtnis des gewerkschaftlichen Widerstands ist unser Auftrag. Einigkeit ist auch in Zukunft die Voraussetzung dafür, die sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Interessen der arbeitenden Menschen umfassend und wirksam vertreten zu können. In diesem Sinne blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Denn eins bleibt gewiss. Der DGB und seine
Gewerkschaften sind das stärkste, was die Schwachen haben.


Michael Sommer
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Quelle: Beamten-Magazin 10/2009



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