DBW wählt neuen Vorstand; Deutscher Beamtenwirtschaftsring

DBW wählt neuen Vorstand

Die Hauptversammlung des Deutschen Beamtenwirtschaftsrings e. V. (DBW) hat einen neuen Vorstand gewählt. An der Spitze des DBW stehen in den beiden kommenden Jahren der neue Bereichsleiter für Beamte und den öffentlichen Dienst beim DGB-Bundesvorstand Nils Kammradt sowie der GdS-Vorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion Klaus Dauderstädt. ver.di-Bundesbeamtensekretär Klaus Weber wurde in seinem Mandat bestätigt.

Neben den Vorständen der Selbsthilfeeinrichtungen des öffentlichen Dienstes nahmen an der Hauptversammlung im Juni auch die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Ingrid Sehrbrock und der Chef des Deutschen Beamtenbundes Peter Heesen teil. Beide ließen es sich nicht nehmen, den langjährigen Vorstandsvorsitzenden des DBW Egbert Biermann persönlich aus dem Vorstand des DBW zu verabschieden. Biermann stand seit 1991 an der Spitze des DBW. Im November 2008 wurde er in den Hauptvorstand der IG BCE gewählt, wo er seitdem für die Bereiche Arbeitsmarkt, Umweltschutz, Recht und Innere Verwaltung verantwortlich ist.

Breites Informationsangebot für den öffentlichen Dienst

In seinem Geschäftsbericht hob der Vorstand die gute Entwicklung bei den verschiedenen Informationsangeboten des DBW hervor. Neben dem Ratgeber Service mit jährlich über 80.000 verkauften Büchern hat sich vor allem der OnlineService gut etabliert. Dort bietet der DBW einige seiner Ratgeber als OnlineBuch an, beispielsweise den Ratgeber zum Nebentätigkeitsrecht des öffentlichen Dienstes. Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung des DBW standen aktuelle Themen wie z. B. die Ausbildung im öffentlichen Dienst. Vor dem Hintergrund rückläufiger Zahlen von Schulabgängern und dem steigenden Bedarf an Nachwuchskräften des öffentlichen Dienstes in den kommenden Jahren sieht der Geschäftsführer des DBW Uwe Tillmann dringenden Handlungsbedarf, um bei der Gewinnung qualifizierter Beamtenanwärter/innen und Auszubildender nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Verantwortlich mitgestalten

Dr. Elke Löffler von Governance International warf in ihrem Vortrag über die „Zukunft des öffentlichen Dienstes“ ein neues Schlaglicht auf die Qualität öffentlicher Dienstleistungen und ihre Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Für Großbritannien etwa lasse sich feststellen, dass die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit kommunalen Dienstleistungen sinke, obwohl sich deren Qualität verbessert habe. Da Bürger/innen immer stärker in den Leistungsprozess der öffentlichen Verwaltung einbezogen würden, müsse ihnen aber auch ein höheres Maß an Verantwortung übertragen werden. Für den öffentlichen Dienst bedeute dies einen Rollenwechsel, für die Bürgerinnen und Bürger eine Chance für mehr Mitsprache. Governance International ist eine als internationales Beraternetzwerk organisierte Non-profit-Organisation, die öffentliche Verwaltungen bei der Verbesserung von Wirkungen und der Wirkungsmessung unterstützt.

Quelle: Beamten-Magazin 9/2009











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