„Mehrklassenrecht in der Besoldung“ empört; Hessen

„Mehrklassenrecht in der Besoldung“ empört

Ein gemeinsamer Beschluss von CDU und Grünen im hessischen Landtag zur gestaffelten Besoldungserhöhung empört die Gewerkschaften. Der DGB-Bezirksvorsitzende Stefan Körzell bezeichnete es als „blanken Zynismus“, dass ausgerechnet die Union, „die fast ein Jahrzehnt damit verbracht hat, soziale Strukturen in Hessen zu zerschlagen, sich jetzt als Hüterin der sozialen Gerechtigkeit erfindet“. CDU und Grüne müssten sich fragen, wie sie es den Beamtinnen und Beamten erklären wollen, dass sie ihnen nach jahrelanger Abkoppelung von der allgemeinen Einkommensentwicklung, Arbeitszeitverlängerung und Streichung des Weihnachtsgeldes jetzt „ein Mehrklassenrecht in der Besoldung“ zumuten. Auf Vorschlag der Grünen erhalten nur Beamtinnen und Beamte im einfachen und mittleren Dienst rückwirkend zum 1. Januar drei Prozent mehr Einkommen. Für den gehobenen Dienst gilt dies erst ab 1. April, für den höheren ab 1. Juli. Durch die zeitliche Staffelung spart das Land 41 Millionen Euro.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2008

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