Ingrid Sehrbrock, Stellvertretende Vorsitzende; Editoral

Ingrid Sehrbrock, Stellvertretende Vorsitzende
des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
„wer die Wahl hat, hat die Qual“ lautet ein Sprich wort. Entscheidungen fallen schwerer, wenn es viele Alternativen gibt. Gibt es dagegen keine, werden Wahlen zur Farce. Eine lebendige Demokratie ist darauf angewiesen, dass den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedliche Angebote gemacht werden, wie die politischen Probleme in einem Land zu lösen sind. Im Gegenzug lebt Demokratie von der aktiven Beteiligung, davon, dass die Menschen zur Wahl gehen. Ich kann Sie dazu nur ermutigen: Gehen Sie zur Wahl und treffen Sie eine Entscheidung, auch wenn es dem einen oder anderen nicht leicht fällt. Bei diesem Appell wollen wir es natürlich nicht bewenden lassen. Damit Sie als Beamtinnen und Beamte oder Versorgungsempfängerinnen und -empfänger sich besser eine Meinung bilden können, haben wir auch zur kommenden Bundestagswahl die Parteien wieder gefragt, wie sie sich die Zukunft des öffentlichen Dienstes und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten vorstellen. Und auf eines können Sie sich verlassen: Der DGB wird die Parteien beim Wort nehmen und darauf dringen, dass Wahlaussagen nicht zu leeren Versprechungen verkommen. Das gilt für die anstehenden Koalitionsverhandlungen ebenso, wie für die anschließenden Gespräche mit allen Fraktionen im Deutschen Bundestag und der Bundesregierung. Wir werden nicht warten, dass die Politik die richtigen Weichen stellt, sondern uns aktiv für die Belange der Beschäftigten im öffentlichen Dienst einsetzen – egal, wer regiert.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 08/2008


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